Gin London Dry Gin

Testbericht Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin

Testbericht Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin

Ich muss mich fast schon entschuldigen. Es ist Freitag – bereits nach 18 Uhr als ich mein Gin Tasting beginne. Für einen Freitag ist das schon äußerst spät – da ich ja hier meistens schon am Vortag mein Tasting geschrieben habe. Aber ja, gestern war das Sommerfest bei uns in der Firma – und es gab Gin, genauer gesagt viel Gin… Daher bitte ich um Verzeihung!

Heute nehme ich mir eine Sonderedition eines echten Platzhirschen in meinem Tasting vor. Getestet wird heute der Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin aus England. Hierbei handelt es sich um einen klassischen London Dry Gin. Zur Verfügung gestellt wurde mir die Flasche von Tasting.de. Nach einigen neuen Versionen aus dem Hause Tanqueray (Malacca, Old Tom) gibt es auch noch diesen Gin – dabei handelt es sich um ein Rezept das mittlerweile über 150 Jahre alt ist (1880). Entwickelt wurde das Rezept von Charles Waug dem Sohn des Gründers Charles Tanqueray.

Bereits im Jahr 1830 wurde das Unternehmen Tanqueray von Charles Tanqueray gegründet. Im Londoner Stadtteil Bloomsbury wurde dann die Destille des Unternehmens installiert und in Betrieb genommen. Bereits im Jahr 1847 wurde der Gin aus dem Unternehmen Tanqueray zu einem weltweiten Export-Schlager. Das englische Unternehmen bietet also wirklich eine Geschichte die für hochwertige Gins steht. Diese Flasche die ich hier vor mir habe wurde auf 100.000 Stück limitiert – 100.000 Stück klingt eher nicht nach einer so strengen Limitierung – aber es zeigt auch irgendwie die enorm hohen Absätze von Tanqueray auf. Im Jahr 2015 wurde der Bloomsbury Gin in das Produktportfolio des Unternehmens genommen. In dem Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin werden 5 verschiedene Botanicals verarbeitet. Wacholder aus der Toskana, Koriander, Angelika-Wurzel, Cassia-Zimt und Winter-Bohnenkraut.

Den Gin gibt es in unterschiedlichen Onlineshops für etwa 50 Euro zu kaufen. Das coole und schöne dabei ist – er wird nicht so schnell ausgehen – da die klassische Flasche ganze 1.000 ml des London Dry Gins fasst.

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Wie riecht der Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin?

Natürlich habe ich im Internet recherchiert und unterschiedliche Informationsquellen und Testberichte zu dem Gin gelesen. Es soll eine wahre Wacholderbombe sein – die anderen Botanicals sollen nur unterstützend wirken. Ich bin gespannt wie mein Urteil hier ausfallen wird. Nun schraube ich endlich den Schraubverschluss meiner Flasche Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin auf und rieche das erste mal daran. Sehr sehr sehr sehr deutlich kommt das kräftige Aroma des Wacholders in der Nase zum Vorschein. Angelika-Wurzel und Koriander kann man auch noch in einer ganz kleinen Dosis wahrnehmen, allerdings ist der Wacholder definitiv das dominierende Botanical in der Nase.

Wie schmeckt der Gin?

Ich gieße etwas von dem Gin in mein Glas und lasse ihn kurz atmen. Natürlich trinke ich den Gin wieder pur und ohne Eis. Quasi Gin vs. Max – ohne Gewinner nur mit einem Fazit. Ich nehme den ersten Schluck und lasse den Gin kurz in meinem Mund verweilen. Er hat eine leichte Alkohol-Schärfe die aber nicht weiter störend ist. Wie auch schon in der Nase merkt man sehr deutlich den Wacholder – allerdings nimmt man im Gaumen die anderen Botanicals wie Koriander, Zimt und aber auch die Angelika-Wurzel in einem sanften Ton wahr.

An sich ein sehr schöner und Wacholder betonter Gin – der allerdings kein „Wow“ bei mir auslöst!

Tastingzusammenfassung Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin

Wer Wacholder liebt wir mit dem Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin definitiv einen guten Freund finden. Man muss sich nur im Klaren sein das auch irgendwann die 100.000 Flaschen weg sein werden! Also wer Wacholder betonten London Dry Gin liebt sollte jetzt noch zugreifen 😉

  • klassischer London Dry Gin
  • Wacholder als dominierendes Botanical
  • Gin aus England
  • solider London Dry Gin ohne große Finessen

Tasting
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Reviewed Item
Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin
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ᐅ Testbericht Tanqueray Lovage - Ginnatic - dein Gin Blog 27. Juli 2018 at 11:49

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