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Herstellung von Neutralalkohol

Neutralalkohol – So wird’s gemacht

Ein kleines Gläschen in geselliger Runde, wer sagt dazu schon Nein, wenn man sich rechtzeitig um den Fahrer gekümmert hat. Seid ihr unter die Gin-Liebhaber gegangen, ist diese Spirituose aus reinem Alkohol entstanden bzw. gemixt worden, auch Neutralalkohol genannt. Dieser neutrale, reine Alkohol muss hergestellt werden. Dieser Prozess dauert ein paar Tage und bildet die Grundlage für die weitere Herstellung von Likören, Essenzen, Geisten und Co.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie reiner Alkohol hergestellt werden kann, wichtig ist vor allen Dingen das Destillieren. Hierbei wird ein flüssiges Gemisch aus verschiedenen, ineinander löslichen Flüssigkeiten getrennt. Das Gemisch wird zum Sieden gebracht, der Dampf, der daraufhin entsteht, kondensiert in einem Kondensator. Das flüssige Kondensat wird nun aufgefangen.

Umso genauer diese Destillation verläuft, desto hochprozentiger wird der Alkohol, da weniger Aroma erhalten bleibt. Wenn die Herstellung besonders schnell und sicher über die Bühne gehen soll, empfiehlt sich die Verwendung von Turbohefe. Diese Art der Herstellung erfordert das Vermischen von Hefe und Zuckerwasser. 1 Päckchen Hefe und 6 Kilogramm Zucker ergeben nach nur 48 Stunden 20 Prozent Alkohol. Das Ergebnis des Hefe-Zucker-Gemischs wird im nächsten Schritt destilliert, wodurch der klare, aromaneutrale Primasprit entsteht.

Herstellung von Neutralalkohol

  • 6 Kilo Zucker in 8 Liter kochendem Wasser auflösen, in einen Gärbehälter füllen
  • Ca. 25 Liter kaltes Wasser dazugeben und die Temperatur kontrollieren Wichtig: Turbohefe erst zur Mischung geben, wenn die Temperatur deutlich unter 30° Grad Celsius liegt, am besten bei ca. 25° Grad
  • Das Gemisch für 48 Stunden bei gemäßigter Temperatur ruhen lassen, je länger die Ruhezeit ist, desto hochprozentiger wird das Ergebnis
  • Destillieren, ideal sind 85% oder mehr

Neben der Variante mit dem Zucker gibt es aber natürlich auch noch andere Möglichkeiten, wie der Neutralalkohol gewonnen werden kann. Viele setzen bei der Herstellung auf Getreide und verwenden dafür Mais oder Gerste. Die Mischung aus Wasser und dem Getreide, meist wird auf Gerste zurückgegriffen, wird Schritt für Schritt erhitzt, beim Steigen der Temperatur wird die Stärke, die sich im Getreide befindet, in Zucker umgewandelt.



Bis zum vollständigen Erhitzen hat sich der ausgetretene Zucker vollständig im Wasser gelöst und kann vom übrig gebliebenen Getreide getrennt werden. Mit Hilfe von Hefe wird der Sud anschließend zum Gären gebracht, bevor die Destillation, wie auch bei der Herstellung mit Zucker, den Rest erledigt.

Zucker und Getreide

Neben Zucker oder Getreide wird auch oft die sogenannte „Melasse“ verwendet. Dahinter verbergen sich Zuckerrüben. Eine Möglichkeit, die auch nicht selten genutzt wird, ist die Herstellung mit Kartoffeln. Was genau nun verwendet wird, ist abhängig von den Vorlieben und dem finanziellen Aufwand. Wichtig ist nur eines: Der Rohstoff, der mit dem Wasser vermengt wird, muss Zucker oder Stärke enthalten.

Finanziell spielt es aus Gründen der Geschmacksneutralität eine Rolle, auf welchen dieser Rohstoffe zurückgegriffen wird. Neutralalkohol mit 85% oder mehr hat keinen Geschmack. Ob er nun aus Zucker, Gerste oder Kartoffeln gewonnen wurde, macht keinen Unterschied. Daher ist es wenig sinnvoll, für die Herstellung teure Früchte wie z.B. Trauben zu kaufen.

Übrigens: Die Neutralalkohol-Produktion für die Gin-Herstellung endet nicht nach dem Destillieren. Dies ist nur der Startschuss für die Veredelung der Botanicals, die jetzt zum Einsatz kommen, um den Geschmack unverwechselbar zu machen.

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5 Kommentar

ᐅ Testberich Goldjunge Distilled Dry Gin - Ginnatic - dein Gin Blog 17. September 2017 at 14:55

[…] es sich um einen dreifach destillierten Gin mit 22 Botanicals die durch Mazeration ihr Aroma an den Neutralalkohol […]

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ᐅ Paradieskörner - Ginnatic - dein Gin Blog 7. Oktober 2017 at 9:01

[…] zu brennen. Das Gewürz findet sehr hohen Anklang in Gourmet-Küchen der Welt. Im Gin geben sie dem Neutralalkohol eine milde Schärfe – die sich aber Geschmacklich schon sehr stark vom Pfeffer […]

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