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Testbericht Riot Gin

Hi, Ihr lieben. Wie viele bereits wissen, haben mit den neuen Corona-Maßnahmen hier in Bayern ab Montag dieser Woche wieder die Schankgaststätten geschlossen. Die Proteste und Diskussionen kochen mal wieder hoch, doch war es ja ein wenig vorhersehbar. Beste Voraussetzungen jedoch, die Gin-Sammlung zuhause zu erweitern. Und da schlagen wir heute zwei Fliegen mit einer Klappe. Protest und Gin. Wir haben heute nämlich den Riot Gin aus Berlin vor uns.

Riot Gin wird lt. Hersteller in einer kleinen Brennblase im Small Batch von 300 Flaschen destilliert. Jeder Schritt dabei ist liebevolle Handarbeit. So hat der Riot Gin 2020 und 2021 den Goldenen Craft Spirit Award gewonnen. 

Wir recherchieren ein wenig, was es mit dem Namen auf sich hat. Riot Gin ist abgeleitet von den Gin Riots, die sich Anfang des 18. Jahrhunderts in England zugetragen haben. 1694 wurde, lt. Wikipedia, Bier höher besteuert. Gleichzeitig war die Weizenernte, durch die Modernisierung der Landwirtschaft äußerst ergiebig. Das hatte zur Folge, dass mit dem Überschuss billiger Gin im Überfluss produziert wurde. Plötzlich wurde in ganz England so viel Gin konsumiert, dass man von der „Gin-Epidemie“ spricht. In dieser Zeit war Gin so billig, dass eine Kalorie Gin billiger war, als eine Kalorie Brot. So kam es, dass die Sterberate durch Alkoholkonsum zeitweise die Geburtenrate überstieg. Als Gegenmaßnahme wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Destillation durch kleine Produzenten verboten und dem Rest hohe Steuern auferlegt, um den Konsum zu bremsen. Die Folge waren Proteste und Ausschreitungen. 

Riot Gin hat sein Corporate Design also detailverliebt entwickelt und mit einer historischen Story aufgeladen. Das gefällt uns, doch zieht Riot Gin hier auch noch eine moderne Parallele und sieht sich als „Aufstand gegen das Establishment langweiliger Ornamentlogos und erfundener Regionalität, gegen Einschränkung von Freiheit und Gleichheit, Klimakrise und Ungerechtigkeit“. Die Berliner sind dahingehend auch wirklich auch aktiv: 20% der Erlöse werden an gemeinnützige Projekte, z.B. gegen Rassismus, gespendet. Gin-Trinken gegen Rechts – finden wir gut, also Cheers!

Wie riecht der Riot Gin?

Vor uns steht eine schlichte Flasche, doch das Etikett ist wahnsinnig schön gemacht, aus mattem Papier, mit in einer tollen Haptik. Eine Faust, die den Widerstand symbolisiert, die Wacholderzweige hält. Treffender kann man Riot Gin doch nicht in einem Bild darstellen. „Taste, Love, Craft“ ziert als Header über dem Logo. Links daneben ist, neben den Botanicals, die stolze Prozentzahl abgedruckt: 50% Alkoholgehalt sind heute auf dem Programm! Wacholder, Zitronenschale, Grapefruitschale, Koriandersamen, Paradieskörner, Kumquats und Süßholzwurzel sind die Botanicals, die im Riot Gin verarbeitet werden.

Den Riot Gin in der 0,5L-Flasche erhaltet Ihr für 35€ auf https://riot-gin.com/products/riot-gin-1 

Wir ziehen den Kunststoffkorken aus der Flasche und merken hierbei an, dass der Aufstand gegen Klimawandel hier authentischer wäre, wenn ein alternativer Korken gewählt würde. Dennoch wissen wir alle: So verfliegen die Aromen nicht. Von unserer Seite gibt es hier keine allzu scharfe Kritik. Nun aber endlich zur Nase!

Ein frischer Duft aus Wacholder mit milder Zitrusnote kommt uns entgegen. An der Flasche nehmen wir ein fruchtiges Aroma wahr. Da man Gin aber nicht aus Flaschen trinkt, gehen wir über zum eigentlichen Nosing und gießen ein wenig Riot Gin in ein Glas. Hier kommen Grapefruitschale und Kumquats noch schön zur Geltung. Kumquats sind übrigens Zwergorangen, gewusst? Gleichzeitig sticht aber auch die Schärfe von 50% Alkohol kräftig in die Nase. 

Wie schmeckt der Riot Gin? 

Auch bei 50% Alkoholgehalt wird im Hause Ginnatic für das Tasting pur und ohne Eis und Tonic verkostet. Über die Zunge kommt eine starke Note aus Wacholder, gefolgt von milden Zitrus- und Orangennoten. Koriandersamen und Süßholzwurzel spielen sich im Hintergrund und ein starker, sehr scharfer Abgang lässt nicht lange auf sich warten. Sobald die Schärfe des hohen Alkoholgehalts verfliegt, bleibt ein gewisser Wow-Effekt im Mund stehen. Hier kommt, denken wir, die Süßholzwurzel als letzte Note wieder zum Vorschein.

Tasting-Zusammenfassung

Pur verkostet, ist der Riot Gin uns ein wenig zu scharf, doch das ist Geschmackssache. Der Riot Gin hat mit seiner Story und Komplexität sicherlich nicht grundlos zweimal den Award auf Europas wichtigster Gin-Messe abgeräumt. Eine klare Empfehlung für diejenigen, die gerne mal ein wenig kräftigere Drinks mögen. 

  • Gin aus Deutschland
  • 100% Handarbeit
  • Small Batch aus 300 Flaschen
  • 20% des Erlöses werden für gemeinnützige Projekte gespendet
  • 50% Alkoholgehalt
  • 0,5L Flascheninhalt

Gin Streckbrief

Gin Name: Riot Gin

Gin Sorte: Dry Gin

Gin Hersteller: Riot-Gin UG (Haftungsbeschränkt)

Land: Deutschland

Farbe: Klar

Alkoholgehalt: 50,00%

Homepage: https://www.riot-gin.com

Preis: 35,00 Euro

Hinweis:

Ginnatic ist seit dem Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Testbericht haben wir als Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen oder wir haben den Artikel selbst erworben. Etwaige Bewertungen werden von der kostenlosen Bereitstellung des Herstellers nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach persönlichem Ermessen.

*Allgemeine Hinweis zu Links: Einige Links die auf dieser Seite verwendet werden sind Affiliate Links, wenn ihr darüber einen Kauf bei einem meiner Partner tätigt, bekomme ich eine kleine Provision die mir hilft den Blog weiter zu betreiben.

Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Aether Leipzig Dry Gin

Die Woche neigt sich langsam schon wieder dem Ende zu. Langsam wird es Zeit, sich um die Gins für das Wochenende zu kümmern und den Einkaufszettel zu schreiben, damit die richtigen Tonic Water auch bereit stehen, wenn man am Wochenende Lust auf einen Drink hat. 

Heute beschäftigen wir uns mit dem Aether Leipzig Dry Gin. Leipzig hat allerhand Spezialitäten zu bieten. So wundert es uns nicht, dass auch ein Gin der Leipziger Spirituosen Manufaktur es in die gehobene Klasse der deutschen Gins geschafft hat. Der Aether Leipzig Dry Gin 2019 den Bohemian Spirits Award, sowie 2020 Gold bei den Nordic Spirits 2020 und Silber beim Craft Spirits Berlin Award abgeräumt hat. Das erhöht natürlich unsere Erwartungen und umso mehr freuen wir uns auf das heutige Tasting!

Aether Leipzig Dry Gin wird in einer 95L-Destille im Small Batch gefertigt. Pro Liter Gin verwendet die Destile 100g frisch gemörserte Botanicals, geschnittene Früchte und Lindenblütenhonig. So kommt der Aether Leipzig Dry Gin auf 33 ausgesuchte Botanicals, darunter Wacholder, Limette, Zitrone, Lavendel, Angelikawurzel, Zimt, Lorbeer, Karadamom, Galgantwurzel, Enzian, Kurkuma, Veilchenwurzel, Arnikablüte, Wollblume, Orangenblüte, Eukalyptus, Galgant, Pappelknospen, Koriander, Malz, Quitte, Apfel, Sauerkirsche und, wie bereits erwähnt, Lindenblütenhonig.

Wie riecht der Aether Leipzig Dry Gin?

Wir nehmen die Flasche in die Hand und können uns erst mal über ein wirklich schönes Design freuen. In einem wunderschönen Blau werden stilisierte Botanicals gezeigt, über die einige Libellen fliegen. Die Flasche macht schon mal was her! Inspiriert ist das Design laut Herstellerseite von der Flora und Fauna des Auwalds, rund um Leipzig. Auf der Rückseite der Flasche ist ein Feld für das Produktionsdatum, das bei unserer Flasche aber leider fehlt. Den Aether Leipzig Dry Gin mit 48,2% Alkoholgehalt bekommt Ihr für 36,44€ auf Conalco.

Verschlossen ist die Flasche mit einem Glaskorken mit Gummilippe. Man sollte vorsichtig sein, da sich dieser lösen kann. Schnell wäre das gute Destillat verschüttet! Aber vom Design kann man begeistert sein. Wer sorgfältig mit seinem Gin umgeht, sollte mit solchen Problem nicht rechnen. 

Wir öffnen den Glasverschluss und halten die Flasche unter die Nase. Beim ersten Nosing erkennen wir einen starken Geruch von Wacholder und Zitrusaromen. 

Schnell gießen wir uns ein wenig Gin in ein Glas und lassen das eigentliche Nosing beginnen. Nach einigen Schwenkern erkennen wir wieder Wocholder und Zitrus-Aromen, gefolgt von blumiger Frische, mit einer milden Schärfe aus Alkohol und Kräutern. Selbst das Nosing hat einen „Abgang“, denn letztendlich bleibt eine Süße aus den floralen Noten und dem Honig. Ein sehr komplexes Geruchs-Erlebnis, das definitiv Lust auf mehr macht. 

Wie schmeckt der Aether Leipzig Dry Gin?

Wie immer verkosten wir den Gin pur, ohne Eis und Tonic Water. Wir nehmen den ersten Schluck und erleben ein sehr süßes Aufeinandertreffen aus Gin und Zunge. Die blumigen und Süßen Noten werden gefolgt von milder Schärfe des Alkohols, begleitet von Zitrus und Wacholder, gefolgt von einer tollen Würze. Das Finale machen die fruchtigen Noten und bilden einen süßen Abgang, wo zum Schluss wieder eine ordentliche Wacholder-Note stehen bleibt. Was bemerkenswert ist, dass der hohe Alkoholgehalt von 48,2% so ausgewogen ist. Der Gin ist scharf, aber mild genug. 

Das Geschmackserlebnis der Botanicals ist komplex, aber man erkennt Lavendel, wo er sein muss, man erkennt die beschriebene Honignote, etc. – Wie ein roter Faden zieht sich die Liste der bekannten Botanicals von Süße, über milde Schärfe, Würze zum süßen Finale, mit einer stehenden, frischen Note aus der Hauptzutat eines jeden London Dry Gins.

Zusammenfassung

Man kann reinen Gewissens sagen, dass es sich beim Aether Leipzig Dry Gin um einen sehr komplexen, vielschichtigen Edelbrand handelt, den man sehr gerne auch Straight Up servieren kann. Durch seine Komplexität ist dieser Gin aber auch äußerst gut geeignet sich mit vielen Tonics anzufreunden. Ein Gin, den wir in unserer Sammlung ab heute nicht mehr missen wollen. 

  • Dry Gin aus Leipzig
  • 33 Botanicals
  • Wunderschöne Flasche
  • Vielschichtiges, intensives Geschmackserlebnis
  • 48,2% Alkoholgehalt
  • 0,5l Flascheninhalt

Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Norbottens Destilleri Forest Dry Gin

Holla die Waldfee, oder alter Schwede? Heute haben wir den zweiten Gin der schwedischen Norbottens Destilleri unter der Lupe. Und die eingängigen Worte waren bereits gewählt: Es handelt sich heute nämlich um den „Forest Dry Gin“. 

Im Tasting des „Mountain Dry Gin“ haben wir Euch bereits näher gebracht, wie sehr sich Schwedens nördlichste Destillerie mit seiner geographischen Lage und der Flora und Fauna beschäftigt. Heute geht es also vom Kebnekaise, dem höchsten Berg Schwedens, herunter in die tiefen Taiga-Wälder. 

Wie sich die Norbottens Destilleri mit ihren Gin-Kreationen positioniert, haben wir ebenfalls bereits beschrieben: Neben klassischen Gin-Botanicals, die mazeriert werden, gibt es einige Botanicals nur in der Infusionsbox, um sicher zu sein, dass sie nur eine leichte Note zugeben. Drei Schlüsselbotanicals werden herausgearbeitet, davon zwei regionale, und eine exotische aus einem fernen Land. Diese „Fusion der Extreme“ spiegelt sich im „Forest Dry Gin“ in folgenden Botanicals: Kiefer, Fichte… und? Nelken aus dem Comoro-Archipel in Afrika, nahe Madagaskar. Das klingt nach einer sehr experimentellen Komposition!

Wie riecht der „Forest Dry Gin“?

Die Flasche des „Forest Dry Gin“ unterscheidet sich im Design von seinem Bruder nur dadurch, dass die farblichen Akzente in einem wunderschönen, dunklen Grün gehalten sind. Die Flasche ist abermals mit einem Kunststoffkorken verschlossen, dessen Kappe aber aus Holz gefertigt ist, um eine tolle Optik zu wahren. Den „Forest Dry Gin“ mit 40% Alkoholgehalt könnt Ihr in der 0,5L-Flasche auf https://www.spirits-of-scandinavia.de/ND-Forest-Dry-Gin bestellen.

Wir ziehen den Korken und halten die Nase unter die Flasche. Eine frische Brise aus Wacholder, Zitrus und… Nadelholz kommt uns entgegen! Es riecht jetzt nicht zwingend nur nach Wald, aber das wäre auch gar nicht nach unserem Geschmack. Die Nelke kommt im Glas dann gut in der Nase zur Geltung. 

Wie schmeckt der „Forest Dry Gin?“

Wie immer, verkosten wir den „Forest Dry Gin“ pur, ohne Eis und Tonic-Water. Wir nehmen einen Schluck und lassen ihn langsam über die Zunge in Richtung Gaumen und Rachen gleiten. Als allererstes ist zu sagen, dass der „Forest Dry Gin“ eine wesentlich stärkere Schärfe hat, als der „Mountain Dry Gin“. Die Waldnote dominiert und Kiefer und Fichte ist eben auch stacheliger, als die dort verarbeitete Birke. Das ist aber nur bildlich gesprochen. Die Schärfe ist angenehm und verfliegt nahezu sofort. Man sollte schon auch merken, dass man gerade Alkohol trinkt. Im Abgang bleibt eine gewisse Süße. Insgesamt ist der Gin extrem vielschichtig und komplex, kurz scharf, insgesamt aber mild. Mit jedem Schluck findet man weitere Noten, die sich deuten lassen wollen. 

Tasting-Zusammenfassung Forest Dry Gin

Die Story, den Flusslauf vom höchsten Berg Schwedens bis zur Nordsee in Gin zu dokumentieren, finden wir genial. 8 Auszeichnungen in zwei Jahren, einmal Doppelgold, geben der erst 2019 gegründeten Destillerie hier auch recht. 

Mit seinem Bruder verglichen, tendieren wir eher zum „Mountain Dry Gin“, würden aber beide einem Sammler exklusiver Gins reinen Gewissens raten. 

  • Gin aus Schweden
  • Komposition aus regionalen Botanicals und afrikanischen Nelken
  • Starker Geschmack mit angenehmer Schärfe
  • Milder Abgang
  • 40% Alkoholgehalt
  • 0,5L Flascheninhalt
Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Jade Forest – Wild Elderflower Tonic Water

Tonic mit handgepflücktem Holunder?

Unser Besuch in einem indischen Supermarkt hat uns letztens allerlei verschiedene Tonic Water eingebracht. Auch das Jade Forest – Wild Elderflower Tonic Water ist dabei in unserem Einkaufswagen gelandet, dieses testen wir Heute. 

Aufgefallen ist es vor allem durch sein hübsches Design. Die Farbgestaltung der 250ml Flasche beinhaltet verschiedene Grüntöne mit einigen kupferfarbenen Akztenten. Die Kombi ist stimmig und wirkt hochwertig. Neben Namen und Informationen befinden sich Blatter und Edelsteine auf dem Etikett, es ist fast schon ein wenig kitschig, aber insgesamt wirklich stimmig. Bevor wir zum Geschmackstest kommen, schauen wir uns die Liste der Inhaltsstoffe an.

Zutaten: Kohlensäurehaltiges Wasser, Rohrzucker, Apfelsaftkonzentrat, Zitronensaftkonzentrat, Säureregulator, Chinin, Süßstoff

Nährwerte pro 100 ml: 19,3 kcal, 0g Fett, 0g Eiweiß, 4,9g Kohlenhydrate, davon 4,7g Zucker

Was uns in der Zutatenliste auffällt, ist, dass Holunder (also Elderflower) nicht explizit aufgeführt wird, obwohl auf der Vorderseite steht “Enjoy the taste of hand-plucked Elderflower”, also “Genieße den Geschmack von handgepflücktem Holunder”. Dann erwartet man eigentlich schon, diesen auch in der Liste zu finden. Anstelle dessen wird unter der Zutatenliste der Hinweis gegeben, dass zusätzlich noch natürliche und naturnahe Aromen im Tonic befinden.

Wie schmeckt das Tonic Water aus Indien?

Nichts desto trotz wollen wir das Tonic Water dennoch unvoreingenommen testen. Zischend öffnet wir die Flasche. In der Nase merken wir schnell einen blumig, frischen Geruch mit feinen Zitrusnoten. Die Bitterkeit des Chinins ist nur fein am Rande wahrnehmbar, macht das Tonic Water in der Nase aber angenehm rund.

Im Geschmack ist das Tonic Water zunächst sehr süß, man erkennt sogar leicht die Apfelnote. Auch die Zitrussäure ist fein wahrnehmbar. Es sind nur wenig Bitteraromen erkennbar, insgesamt wirkt das Jade Forest Tonic Water dadurch sehr feminin und leicht. Holunder erkennen wir nicht, was schade ist, da darauf ja extra hingewiesen ist.   

Zusammenfassung Jade Forest Tonic Water

Was uns bei dem Jade Forest Wild Elderflower Tonic Water enttäuscht hat, war das fehlen des Holunders, sowohl in der Zutatenliste, als auch im Geschmack. Grundsätzlich wäre das ja nicht schlimm, aber man sollte dann hald einfach nicht darauf hinweisen, dass das Getränk handgepflückten Holunder enthält. 

Geschmacklich ist das Tonic Water etwas süßer und weniger Bitter, man schmeckt einen Hauch Apfel. Es wirkt leicht und erfrischend, was uns gefallen hat. Dieses Tonic Water könnte auch dem ein oder anderen Gin einen Hauch von Fruchtigkeit verleihen.

Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Norbottens Destilleri Mountain Dry Gin

Der Berg ruft! Nachdem ein Teil des Ginnatic-Teams erst kürzlich den Aufstieg zum Mount Everest Base Camp gemeistert hat (Grüße gehen raus an die Lieben), ist es wohl der perfekte Zeitpunkt den Mountain Dry Gin der Norrbottens Destilleri aus Schweden zu probieren. 

Die 2019 gegründete, nördlichste Brennerei Schwedens hat es sich zur Aufgabe gemacht, aus regionalen Botanicals, die entlang des Kalix-Flusses wachsen, erstklassigen Gin zu destillieren. Inspiriert durch die Landschaft und das extreme Klima im Norden Schwedens, wird jeder Gin nach dem Motto „Eine Fusion der Extreme“ zudem mit einem Botanical aus einem anderen Teil der Welt abgerundet. So verbinden sie traditionsreiche Handwerkskunst mit einer modernen Note.

Beim „Mountain Dry Gin“ hat die Norrbottens Destilleri sich vom Kebnekaise, dem höchsten Berg Schwedens inspirieren lassen und auf drei Schlüsselbotanicals gesetzt: Birkenblätter, Berg-Angelika und Timut-Pfeffer. Wie sich die nepalesische Pfeffersorte mit den regionalen Botanicals verbindet? Wir sind gespannt! 

Dass der „Mountain Dry Gin“ mit 15 Preisen (!), u.a. Doppel-gold bei den The Spirits Business Gin Masters und bei den China Wine & Spirits Awards, ausgezeichnet wurde, sollte dabei schon für sich sprechen. 

Neben den drei „Schlüsselbotanicals“ werden weitere, klassische Botanicals für eine bestimmte Zeit mäzeriert. Während der Mazeration gelangen so einige der Botanicals in die Destille, andere werden nur in eine Infusionsbox gegeben, ob durch den Dampf nur subtile Noten zu erzeugen. 

Wie riecht der Mountain Dry Gin?

Die Flasche des Mountain Dry Gins kommt in einem schlichten, blau-weißem Design, welches eine gewisse wohl eine gewisse „Kälte“ darstellen soll. Klar, auf dem Kebnekaise ist es natürlich auch nicht besonders warm. Den Mountain Dry Gin mit 43,5% Alkoholgehalt könnt Ihr Euch in der 500ml Flasche für 35,90€ hier bestellen: https://www.spirits-of-scandinavia.de/ND-Mountain-Dry-Gin

Wir ziehen an der Holzkappe des Kunststoffkorkens und öffnen langsam die Flasche. Beim ersten Nosing kommt uns ein sehr frischer, milder Duft entgegen. Wie eine frische Bergbrise. Wir geben ein wenig Gin in ein Glas und lassen die Nase den Rest der Arbeit machen: 

Der Timut-Pfeffer verbindet sich im Duft sehr gut mit Wacholder. Die Birkenblätter geben dem Gin eine schöne „Holz“-Note. Eine leichte Zitrus-Note rundet das Geruchs-Erlebnis ab. Wenn der „Mountain Dry Gin“ so mild schmeckt, wie er riecht, wäre das bemerkenswert.

Wie schmeckt der Mountain Dry Gin?

Wie immer verkosten wir den Gin ohne Eis und Tonic-Water, um das pure Geschmackserlebnis zu haben und dieses objektiv bewerten zu können. Wir nehmen den ersten Schluck und erleben eine sehr weiche, glatte Gin-Struktur, die im ersten Moment in keinster Weise brennt. Man kann den Gin ganz langsam von der Zunge über den Gaumen gleiten und den sehr komplexen Geschmack sehr gut auf sich wirken lassen. Im Abgang kommt dann erst der Pfeffer und die Schärfe des Alkohols, sehr angenehm, ins Spiel. 

Tasting-Zusammenfassung

Der „Mountain Dry Gin“ bietet ein sehr mildes und frisches Aroma, dass sich sicherlich perfekt zu einer Vielzahl von Drinks kombinieren lässt. Ein edler Tropfen aus den nördlichsten Teilen Schwedens, der seine Preise zurecht verdient hat.

  • Gin aus Schweden
  • Komposition aus regionalen Botanicals und nepalesischem Timut-Pfeffer
  • Mildes Geschmackserlebnis
  • Starker Abgang
  • 43,5% Alkoholgehalt
  • 0,5L Flascheninhalt

Gin Streckbrief

Gin Name: Norbottens Destilleri Mountain Dry Gin

Gin Sorte: Dry Gin

Gin Hersteller: Norrbottens Destilleri

Land: Schweden

Farbe: Klar

Alkoholgehalt: 43,50%

Homepage: https://www.ndgin.com/products/

Preis: 35,90 €

Hinweis:

Ginnatic ist seit dem Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Testbericht haben wir als Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen oder wir haben den Artikel selbst erworben. Etwaige Bewertungen werden von der kostenlosen Bereitstellung des Herstellers nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach persönlichem Ermessen.

*Allgemeine Hinweis zu Links: Einige Links die auf dieser Seite verwendet werden sind Affiliate Links, wenn ihr darüber einen Kauf bei einem meiner Partner tätigt, bekomme ich eine kleine Provision die mir hilft den Blog weiter zu betreiben.

Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Sepoy & Co. Mixers Tonic Water

Heute wollen wir euch ein Tonic Water vorstellen welches wir in Indien entdeckt haben. Wenn man in einen indischen Supermarkt geht erwartet man nicht unbedingt Unmengen von Tonic Water, aber hier gehört es durchaus zum guten Ton das manche Supermärkte zwischen 10 – 20 Tonic Water von 4-5 verschiedenen Herstellern im Sortiment haben. Wir wollen euch heute einmal 4 Tonic Water von Sepoy & Co. vorstellen.

Von Sepoy & Co. gibt es 4 verschiedene Tonic Water. Mint Tonic Water, Spiced Grapefruit Tonic Water, Indian Tonic Water und Elderflower Tonic Water. Wir haben uns natürlich alle 4 gekauft. Die Flasche Tonic liegt hier bei etwa 70 Cent je 200 ml. Hergestellt wird das Tonic Water übrigens in Indien – genauer gesagt in Rajasthan.

Sepoy & Co. Mint Tonic Water

Minze im Tonic Water klingt zugegeben echt spannend. Auch wenn wir das klassische Minze Aroma im Gin oft nicht so gut finden, da es sehr schnell die Dominanz in einem guten Gin Tonic übernehmen kann. Aber vielleicht kann ja das Mint Tonic Water genau diese Dominanz gut verkraften und den ein oder anderen Gin Tonic abrunden.

In der Nase wirkt das Mint Tonic sehr minzig. Der Duft erinnert fast schon an einen Minze-Kaugummi. Der Kohlensäuregehalt ist sehr angenehm. Hier hat man definitiv nicht gespart aber auch nicht übertrieben. Die Bitternote vom Chinin kommt gut zur Geltung wird aber sehr schnell von Minze dominiert.

Insgesamt müssen wir sagen, dass das Mint Tonic Water doch eher ein Mixer ist den man pur trinken sollte. Im Gin Tonic wird die Minze sehr schnell dominant werden und das klassische Gin Aroma verdrängen.

Inhaltsstoffe: Kohlensäurehaltiges Wasser, Fruktose, Säureregulator, Chinin, enthält natürliche Aromastoffe

Nährwerte: 22 kcal auf 100 ml, 0 g Eiweiß, 0 g Fett, 5,4 g Kohlenhydrate davon 4,8 g Zucker

Sepoy & Co. Spiced Grapefruit Tonic Water

Als nächstes wollen wir das Tonic Water mit dem Namen Spiced Grapefruit testen. Zugegeben haben wir wirklich schon Angst das in Indien Spiced Grapefruit eine Kombination aus Chilli und Masala sein könnte, aber diese Angst bestätigt sich Gott sei dank nicht.

In der Nase wirkt das Sepoy & Co. Spiced Grapefruit eher langweilig. Eine leichte Zitrusnote ist in der Nase zu vernehmen. Der Kohlensäuregehalt ist auch wie bei dem Mint Tonic Water sehr gut abgestimmt. Im Gaumen kommt die Grapefruit leicht zu Geltung. Dominiert aber nicht. Das finden wir zugegeben sehr gut, da sich so das Tonic Water für den ein oder anderen gut abgestimmten Gin Tonic eignet. Zusammenfassend gefällt uns das Spiced Grapefruit Tonic Water sehr gut.

Inhaltsstoffe: Kohlensäurehaltiges Wasser, Fruktose, Säureregulator, Chinin, enthält natürliche Aromastoffe

Nährwerte: 22 kcal auf 100 ml, 0 g Eiweiß, 0 g Fett, 5,4 g Kohlenhydrate davon 4,8 g Zucker

Sepoy & Co. Elderflower Tonic Water

Das nächste Tonic Water das wir aus dieser Reihe testen wollen ist das Elderflower Tonic Water. Zugegeben finden wir die Elderflower Tonic Water immer sehr gut. Da diese Tonic Water einen guten Spagat aus Süße und Bitter-Note hinbekommen. Wir das Sepoy & Co. es auch schaffen.

Bereits in der Nase kann man das schöne Holunderblüten-Aroma schön spüren. Es ist angenehm. Leicht süß und frisch. Der Kohlensäuregehalt ist auch hier gut abgestimmt. Auch die Chinin Note ist hier wieder sehr gut mit dem Elderflower Aroma abgestimmt. Bisher das Top-Tonic Water aus dieser Reihe.

Inhaltsstoffe: Kohlensäurehaltiges Wasser, Fruktose, Säureregulator, Chinin, enthält natürliche Aromastoffe

Nährwerte: 22 kcal auf 100 ml, 0 g Eiweiß, 0 g Fett, 5,4 g Kohlenhydrate davon 4,8 g Zucker

Sepoy & Co. Indian Tonic Water

Kommen wir nun zum letzten Tonic Water. Diesmal das ganz klassische Indian Tonic Water. Normalerweise sind diese Art von Tonic Watern immer die Tonic Water die sehr gut zu einem Gin passen. Klassische Bitternoten harmonieren einfach super mit dem Wacholder-Aroma. Wird auch das Indian Tonic Water von Sepoy & Co. diese Erwartung halten können?

Bereits in der Nase überzeugt das Tonic Water durch sein klassisches Zitrus & Chinin Aroma. Kohlensäuregehalt ist mit den anderen Tonic Watern identisch. Hier ist besonders die leichte Zitrusnote und das Chinin hervorzuheben. So wie es bei einem guten Indian Tonic Water eben sein soll. Klassische Aromen und eine schöne Bitternote.

Auch dieses Tonic Water aus der Reihe kann uns überzeugen.

Inhaltsstoffe: Kohlensäurehaltiges Wasser, Fruktose, Säureregulator, Chinin, enthält natürliche Aromastoffe

Nährwerte: 22 kcal auf 100 ml, 0 g Eiweiß, 0 g Fett, 5,4 g Kohlenhydrate davon 4,8 g Zucker

Fazit Sepoy & Co. Mixers

Was uns bei allen Tonic Water von Sepoy & Co. auffällt ist die Tatsache das die Nährwerte und Zutaten-Liste genau identisch ist. Daher ist davon auszugehen das hier wirklich nur die Aroma-Stoffe bei den einzelnen Tonic Water variieren.

Grapefruit und Mint sind eher kein Tonic Water die durch das Aroma hervorstechen. Das Elderflower und Indian Tonic jedoch schon!

Ginnatic London Dry Gin

The Rebellious Pornstar Martini – Gin Cocktail

Es ist wieder einmal Zeit einen neuen Gin-Cocktail vorzustellen. In dieser eher düsteren Jahreszeit eignen sich Cocktails doch immer sehr gut zur allgemeinen Aufhellung des eignen Gemütes.

Auch Halloween steht wieder vor der Tür und die ein oder andere Halloween Party wird sicher auch noch einen guten Drink für den Abend brauchen.

Diesmal möchten wir einen sehr speziellen Cocktail vorstellen. Der klassische Martini ist bereits bekannt und auch auf unseren Blog vorgestellt worden. Heute wollen wir euch den Rebellious Pornstar Martini vorstellen.

In den vergangen Jahren hatten wir immer wieder Gin-Cocktails für Halloween vorgestellt.

Welcher Gin empfiehlt sich für den Cocktail?

Grundsätzlich finden wir das jeder Gin für den Cocktail benutzt werden kann. Es kommt sehr stark auf den eignen individuellen Geschmack an. Am besten passt jedoch ein Gin, der eine gewisse Vanille oder auch Schoko-Note hat. Hier gibt es mittlerweile einige Hersteller, die diese Aromen im Gin sehr gekonnt umsetzen und so dem Gin ein ganz neuartiges Geschmackserlebnis einhauchen.

Wir haben uns für den Sir Edmond Gin entschieden. Sir Edmond Gin hat ein großartiges Vanille Aroma, ohne aber dabei süß zu sein. Wir haben den Gin auch schon bei uns im Blog getestet und deshalb wahrscheinlich auch die Wahl getroffen das der Rebellious Pornstar Martini wohl am besten mit diesem Gin schmecken könnte.

Zugegeben ist der Gin nicht günstig, aber ihr werdet überrascht sein, wie gut der Gin in diesem Cocktail zur Geltung kommt.

Rezept Rebellious Pornstar Martini

Was benötigt man für solch einen Cocktail. Hier findest du eine genaue Liste der Zutaten. Wie bereits erwähnt kann der Gin individuell gewählt werden.

  • 45 ml Gin mit Vanille oder Schoko-Aroma
  • 15 ml De Kuyper Passionsfrucht Likör
  • 60 ml Passionsfrucht Puree
  • 2 Barlöffel Vanilla Zucker
  • Zur Garnitur kann eine halbe Passionsfrucht genommen werden
  • Ein schönes Martini-Glas

Wie bereitet man den Gin-Cocktail zu?

  1. Wichtig ist das man das Martini-Glas etwas kühlen sollte. So bleibt der Cocktail auch nach dem Eingießen angenehm kühl.
  2. Schüttet den Gin in einen Shaker und gebt die 15 ml des Passionsfrucht Likörs hinzu. Neben dem Likör solltet hier auch bereits das Passionsfrucht Püree hinzugeben. Gebt auch gleich am besten den Vanilla Zucker hinzu damit sich dieser gut vermengt und keine Kristalle im Mund zu spüren sind.
  3. Shaked es einmal kurz durch. Wichtig ist hier das man es nicht zu lange shaken sollte. Das Shaken hier soll die Zutaten eher verbinden und nicht aufschlagen.
  4. Kippt den Mix in euer Cocktail-Glas
  5. Genießt den Drink mit Eiswürfel oder ohne. (Wir fanden das der Drink mit Eiswürfel nochmal etwas leichter wurde)
Bild wurde uns von Sir Edmond Gin zur Verfügung gestellt.

Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Ferdinand’s Saar Dry Gin Edition Sansibar

Ahoi! Heute kommen wir zur letzten „Piraten-Episode“. Der Herbst legt sich nebenbei immer mehr über Deutschland. Zeit, die Polster von den Gartenmöbeln einzukellern, aber auch Zeit, langsam einzuheizen und gemütlich zu werden. Zu einem gemütlichen Abend vor dem Kamin werden dann ja auch gern die feineren Tröpfchen aus dem Fundus geholt. So heute auch bei uns. Im heutigen Tasting haben wir den Ferdinand’s Saar Dry Gin in der Sansibar Edition. Bereits 2016 hatten wir die bekannte und erfolgreiche Marke Ferdinand’s der Saarbrückener Firma Capulet & Montague im Interview. 

Das Besondere am Ferdinand’s Gin ist die Infusion von Riesling-Trauben. So ist das auch bei der Kooperation mit der Sylter Kult-Bar Sansibar, die bekannt für seine exquisite Weinkarte ist. 

Ca. 30 fein abgestimmte Botanicals, in Dominanz Hagebutte, Quitten, Riesling, Rubinetten, Schlehen, Wacholder und Zitronenthymian, werden beim Ferdinand’s Saar Dry Gin Sansibar Edition mit einem 2010er Ockfener Bockstein Riesling, aus dem Saarland, infudiert. 

Schon auf den ersten Blick auf Flasche und Verpackung, kann man davon ausgehen, dass man es hier mit einem Produkt für Liebhaber des Handwerks, für Liebhaber der Gin-Kultur zu tun hat: Das edle schwarze, durch die Sansibar inspirierte, Design der Flaschenetikette und der Kartonage, die gekreuzten Schwerter, die Story Ferdinand’s… Alles wirkt, als wäre gerade Flaschenpost mit einem edlen Tröpfchen angeschwommen gekommen. Also lasst uns probieren!

Wie riecht der Ferdinand’s Saar Dry Gin in der Sansibar Edition?

Zunächst nochmal zur Flasche: Der Special Batch hat ein wahnsinnig schönes Design. Echte Seebären und Ferdinand’s Fans bekommen die 0,5L-Flasche mit 45% Alkoholgehalt im Online-Shop.

Passend zur Riesling-Story und zum Retro-Design ist dieser Gin noch richtig verkorkt! Wir greifen also zum Korkenzieher. 

Die Nase zum ersten Mal an der Flasche, kommt uns ein äußerst frischer, milder Geruch entgegen. Die Botanicals greifen so perfekt ineinander, dass wir noch keine richtige Dominanz heraus-riechen können. Das zeugt einerseits von einer wahnsinnigen Vielschichtigkeit, andererseits aber auch von einer wirklich guten Balance, die im Brennprozess nicht unbedingt einfach umzusetzen ist. 

Wir gehen zum Glas über und gönnen uns ein Nosing nach ein paar Schwenkern: Zur Farbe muss man sagen, dass der Gin eine interessante, etwas trübe Struktur hat. Im Glas dominieren Zitrus-Aromen und Wacholder, die durch eine frische Note begleitet werden, als würde man einen guten Riesling unter der Nase haben. Die Idee, Wein und Gin zu „kombinieren“, ist nun einfach eine geile Idee, die  Ferdinand’s  bereits sehr bekannt, erfolgreich und preisgekrönt gemacht hat. 

Wie schmeckt der Ferdinand’s Saar Dry Gin in der Sansibar Edition?

Wir setzen mit hohen Erwartungen die Lippen ans Glas und nehmen, wie immer pur, ohne Eis und Tonic den ersten Schluck. Es dauert einen Moment, bis die Nerven durch Zitrone, Wacholder und die oben genannten bitteren Botanicals gekitzelt werden, gefolgt, bis zum Abgang von floralen Noten, die sich mit dem Riesling einfach perfekt verbinden. Minutenlang bleibt ein frischer Geschmack im Mund und Rachen bestehen. Straight Up gerne, wer das möchte, jedoch wird sich dieser Tropfen auch mit einigen Tonic-Water, oder auch anderen Drinks, sehr gut machen. 

Tasting-Zusammenfassung Ferdinand’s Saar Dry Gin Sansibar Edition

Für Saarländer und Riesling-Liebhaber ist dieser Gin natürlich ein absolutes Muss. Für die Gin-Sammlung eignet sich auch das Design der Flasche – maskulin und ästhetisch. Durch die vielen Botanicals kann man eine Vielzahl von Tonic Water mit diesem edlen Tropfen spielen und kombinieren – für experimentierfreudige Feinschmecker ein absolutes Muss.

  • Gin aus dem Saarland
  • Kooperation mit der bekannten Sansibar
  • Interessante Komposition eines Dry Gin mit Saarländer Edel-Riesling
  • 45% Alkoholgehalt
  • 0,5L-Flascheninhalt

Gin Streckbrief

Gin Name: Ferdinand´s Saar Dry Gin "Edition- Sansibar"

Gin Sorte: Dry Gin

Gin Hersteller: Weinhandel Sansibar

Land: Deutschland

Farbe: Klar

Alkoholgehalt: 45,00%

Homepage: https://www.sansibar.de/

Preis: 49,99 €

Hinweis:

Ginnatic ist seit dem Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Testbericht haben wir als Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen oder wir haben den Artikel selbst erworben. Etwaige Bewertungen werden von der kostenlosen Bereitstellung des Herstellers nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach persönlichem Ermessen.

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Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Weinrichs 1895 Finest Chocolate – Gin Tonic

Deutsche Schokolade im nepalesischen Supermarkt

Es ist Sonntag, wir sind in Nepal, hier haben Supermärkte jeden Tag geöffnet, so eben auch Heute. Wir wollten nur schnell ein paar Lebensmittel einkaufen, da ist uns etwas ins Auge gesprungen, an dem wir nicht vorbei konnten: Eine Gin Tonic Vollmilch Schokolade, und das auch noch von einem Deutschen Hersteller, nämlich von der Ludwig Weinrich GmbH. Wir kannten den Hersteller noch nicht, obwohl Weinrich schon über 100 Jahre Schokolade produziert und ein sehr traditioneller Unternehmen ist, welches dennoch auch großen Wert auf Nachhaltigkeit legt. Das Sortiment reicht von verschiedensten Schokoladen, pur und mit Füllung, bis hin zu Backkakao.

Preislich lag die Tafel Schokolade bei 375 nepalesischen Rupien, umgerechnet sind das etwa 2,70 Euro. Ob die Schokolade auch in deutschen Supermärkten erhältlich ist haben wir bei unserer Recherche nicht heraus gefunden, es gibt aber einen Werksverkauf in Herford, der Montags bis Freitags geöffnet hat. 

Bei der Vollmilchschokolade handelt es sich übrigens nicht nur um eine Gin Tonic Schokolade, sondern um eine Gin Tonic Trüffel Schokolade, was sehr edel klingt. Schauen wir uns mal die wichtigsten Zutaten an.

Zutaten: Vollmilchschokolade (Zucker, Kakaobutter, Magermilchpulver, Kakaomasse, Butterreinfett (enthält Milch), Molkenerzeugnis, Haselnusspaste, Emulgator: Lezithine (Soja); Vanilleextrakt), Gin Tonic Trüffel Füllung 33% (Zucker, Gin Tonic 60% Vol.)

Nährwerte pro 100 Gramm: 508 Kcal, 23,9g Fett, 59,5g Kohlenhydrate, davon 56,8g Zucker

5,1g Eiweiß, 0,22g Salz

Wie riecht und schmeckt die Gin Tonic Schokolade?

Das Design der Verpackung ist ansprechend. Die Farbgestaltung ist weiß und hellblau, auf der Vorderseite befindet sich das Abbild eines Glases mit Gin Tonic, sowie Stücke der Schokolade. Als wir die Verpackung öffnen, sehen wir, dass sich darin noch zusätzlich ein Stück Karton befindet, was auf jeden Fall sinnig ist, da es der Schokolade auf der langen Reise etwas mehr Stabilität gibt. Auch unsere Schokolade war nicht gebrochen, nur an einer Ecke war ein kleines Stück abgebrochen, aber das kann ja immer passieren. 

Der Geruch der Schokolade ist typisch Schokoladig mit einem leichten Alkoholaroma. Es wird auf der Verpackung übrigens auch der Hinweis gegeben, dass der Verzehr für Kinder nicht geeignet ist, was bei einem 60%igen Gin aber natürlich auch klar ist. Obwohl ein Gin für die Füllung verwendet wurde, ähnelt der Geruch nicht wirklich einem Gin Tonic. Uns erinnert der Geruch eher an klassische Schnapspralinen. Auch im Geschmack kristallisiert sich weder ein Gin Tonic Geschmack, noch ein Trüffelgeschmack heraus. Die Schokolade ist grundsätzlich nicht schlecht, allerdings nicht ganz das, was wir uns erwartet haben, da für uns der Gin Tonic Geschmack leider fehlt.

Tastingzusammenfassung Weinrichs 1895 Fines Chocolat Gin Tonic

Da findet man in Nepal Deutsche Gin Tonic Schokolade – und wird leider etwas enttäuscht, zumindest, wenn man auf klassischen Gin Tonic Geschmack gehofft hat. Grundsätzlich ist die Schokolade des Deutschen Traditionsunternehmens Weinrich ganz lecker und schmilzt schön auf der Zunge, uns fehlt aber einfach der Gin Tonic Geschmack und uns erinnert die Schokolade eher an Schnapspralinen ohne den flüssigen Inhalt. Obwohl die Schokolade gut ist bleibt uns nur eines zu sagen – Schade Schokolade!

Ginnatic London Dry Gin

Testbericht Boho Gin (Bohemian Dry Gin)

Heute widmen wir uns einem deutschen Gin, der dieses Jahr mit seinem ersten Batch Premiere feiert: Der Boho Gin.

Seinen Ursprung hat der Boho Gin in Mülheim an der Ruhr. Die ersten Mazerate wurden hier in der heimischen Küche gebrannt und über neun Monate zu einem Gin mit 13 Botanicals komponiert: Wacholder, Orangenzesten, Grapefruit, Limette, Zitronenzesten, Zitronengras, Heidelbeeren, Holunderblüte, Süßholzwurzel, Angelikawurzel, Frische Minze, Koriandersaat und eine geheime Zutat.

Bohemian oder Boho, bezeichnet einen bunten, unbeschwerten Lebensstil, der sich seit den 1990er Jahren als Mode- und Einrichtungsstil großer Beliebtheit erfreut. Am häufigsten begegnet man dem Style der Bohemians auf Ibiza – und wer verbindet nicht gerne Sommer, Sonne und Strand mit einem eisgekühlten Gin Tonic? Betrachtet man die Liste der Botanicals, erkennt man auch hier eine Hommage an die spanische Insel. Den Boho Gin mit 43% Alkholgehalt in der 500ml-Flasche gibt es für 34,90€ auf www.boho-gin.de

Wie riecht der Boho Gin?

Handcrafted im Small Batch, kamen 338 Flaschen Boho Gin auf den Markt. Jede davon wurde per Hand abgefüllt und verkorkt. Das Design der Flasche ist klassisch und schlicht, das Etikett kann sich aber richtig sehen lassen: Passend zum Boho-Stil ist dieses verspielt, dekorativ, und kunstvoll. Goldene Schrift trifft auf ein pastellfarbenes Aquarell einer federgeschmückten Dame. Das Design ist wirklich gelungen!

Wir ziehen den Kunststoffkorken aus der Flasche. Sicher wäre ein echter Korken passender zum Boho-Style, doch würden so auch schneller Aromen verfliegen. Somit ist das sicherlich kein Minuspunkt. Ein frischer, aber äußerst milder Mix aus Zitrus- und den süßlichen Aromen steigt in die Nase. Wacholder bleibt, auch im Glas, stark im Hintergrund.

Wie schmeckt der Boho Gin?

Wir nehmen, wie immer pur und ohne Eis, den ersten Schluck und lassen ihn ein wenig über den Gaumen gleiten. Die Zitrus-Aromen dominieren geschmacklich sehr. Das war auch das Ziel der Macher. Ein wenig könnte man wirklich meinen, dass man soeben auf eine Zitrone gebissen hätte. Wer sich mit dem Destillieren von Gin beschäftigt, weiß, dass das nicht ohne weiteres möglich ist. Hier ist ein Zusammenspiel von Aromen nötig, um das zu schaffen. Und man muss natürlich auch nicht das Gesicht verziehen. Die Holunderblüte, die Heidelbeere und das Süßholz runden den Gin im Abgang schön ab. Man schmeckt eine enorme Dichte an Aromen. Das liegt vor allem daran, dass der Gin bei Zimmertemperatur filtriert wird. So erhält der Boho Gin auch eine leichte Trübe, den sogenannten „Louché-Effekt“, wenn er auf Eis, oder Tonic Water, trifft.

Tastingzusammenfassung Boho Gin

Pur würden wir den Boho Gin leider nicht servieren, da er für unseren Geschmack ein wenig zu sehr im Rachen brennt. Generell muss man sagen, dass der Boho Gin ein tolles Produkt ist, das sich perfekt für kühle, erfrischende, Drinks eignet.

  • Gin aus Deutschland
  • Kunstvolles Etikett im Bohemian Style
  • Dominierende Zitrus-Aromen 

Gin Streckbrief

Gin Name: Bohemian Dry Gin

Gin Sorte: Dry Gin

Gin Hersteller: MATORO Spirit UG (haftungsbeschränkt)

Land: Deutschland

Farbe: Klar

Alkoholgehalt: 43,00%

Homepage: https://boho-gin.de/

Preis: 34,90 €

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