Dry Gin Gin

Testbericht Tonic Gin

Gin Tonic oder Tonic Gin?

Gin Tonic ist eines der beliebtesten Getränke. Zur Herstellung benötigt man natürlich Tonic Water – warum selbiges auch nicht einmal direkt zur Herstellung eines Gins verwenden? Vermutlich war so oder so ähnlich der Grundgedanke, als der Gin, den ich euch jetzt vorstelle, in der Heckengäu Brennerei in Gechingen bei in Baden-Württemberg produziert wurde. Aus Online Marketing Sicht ist der Name tatsächlich eher schwierig. Googlet man nach Tonic Gin findet man unzählige Bilder und Rezepte zu Gin Tonic – nicht aber den Tonic Gin. Vielleicht ist das gar nicht so schlecht, denn der Tonic Gin ist eine Rarität, momentan gibt es nur 530 Flaschen davon.

Die Heckengäu-Brennerei wurde 2016 von Leonard Wilhelm gegründet und ist vor allem für den 44vier Gin bekannt (welchen wir euch demnächst hier vorstellen). Was ich super cool finde, ist, dass die Brennerei laut eigener Aussage zu 100% Klimaneutral produziert. Es wurde dafür berechnet, wie viel CO2 durch die Herstellung der Spirituosen entstehen, als Kompensation unterstützt die Heckengäu-Brennerei ein regionales Projekt zum Humusaufbau. Ich möchte hier nicht weiter ins Detail gehen, denn das würde den Rahmen sprengen, auf der Homepage findet ihr hierzu aber noch viele weitere Informationen.

Zurück zum Gin, welchen ihr natürlich auch im Online-Shop findet. Die 500 ml Flasche kostet 49 Euro, der Alkoholgehalt liegt nur bei 37,5%. Die verwendeten Botanicals sind Wacholder, Tonic Water, Angelikawurzel und Süssholzwurzel.

Wie riecht der Tonic Gin?

Ich komme einfach nicht zum Tasting, da ich bei diesem Gin grad super gern super viel drum herum erzählen möchte. Kurz deshalb noch ein, zwei Wörter zur Optik, dann gehts endlich los. Auf der Flasche befindet sich nur Text – viele Wörter, und das Design hat mich zu Beginn kurz ein wenig irritiert. Man muss sich zurechtfinden. Insgesamt ist das aber ein spannendes Design, ich finds irgendwie cool und es ist definitiv auffällig, denn fast alle Gins haben eben einfach Etiketten.

Nun aber endlich zum Geruch des Gins. Der Gin ist in der Nase herb mit einem leicht erdigen und etwas bitteren Ton. Auf der einen Seite wirkt der Gin sehr klar, auf der anderen Seite ist er aber auch vermutlich sehr komplex. Die Aromen greifen sehr schön ineinander, es sticht nichts hervor. Der Gin ist eher maskulin, aber noch auf der sanften Ebene.

Wie schmeckt der Gin aus der Heckengäu-Brennerei?

Tasting-Time! Ihr kennt das Prinzip – nur pur, ohne Eis und Tonic. Der erste Schluck, denn ich nehme, ist deutlich süßer, als ich es erwartet hätte. Man erkennt den Wacholder sehr deutlich. Noch immer ist eine erdige Note erkennbar, zudem aber auch eine sehr feine Zitrusfrische. Im Abgang wird der Gin etwas schärfer und wieder herber. Die typische Tonic Bitternote kommt hier leicht hervor. Ich Geschmack finde ich den Tonic Gin insgesamt nicht schlecht und ziemlich spannend, allerdings ist er leider nicht ganz so rund wie in der Nase

Tastingzusammenfassung Tonic Gin Heckengäu-Brennerei

In der Nase ist der Gin sehr rund und angenehm, man erkennt erdige, herbe Gerüche. Der Geschmack ist leider nicht mehr ganz so harmonisch, dennoch aber spannend. Man erkennt Wacholder, etwas Zitrus und im Abgang eine eher herbe, etwas schärfere Note.

  • Tonic Water ersetzt die meisten Botanicals
  • Deutscher Gin aus Baden-Württemberg
  • In der Nase herb und erdig, im Geschmack angenehme Süße
  • milde 37,5% Alkoholgehalt

Tasting
Review Date
Reviewed Item
Tonic Gin
Author Rating
41star1star1star1stargray

Ähnliche Artikel

Testbericht Wellinghouse Premium London Dry Gin

GinMaster

Testbericht White Swan Gin

GinMaster

Testbericht Tears Dry Gin

GinMaster

Hinterlasse ein Kommentar

14 − 10 =