Eine Flasche des Tobermory Gins
Distilled Gin Gin

Testbericht Tobermory Gin

Ein echter Schotte – der Tobermory Gin

Die Insel Mull ist die viertgrößte Insel Schottlands. Vor allem die Hauptstadt der Insel, Tobermory, ist wirklich einen Besuch wert. Sie ist die Heimat des einzigen Single Malt Whiskys auf Mull und vor allem die bunten Häuser entlang der Küste sind ein wahrer Blickfang. Mittlerweile gibt es in der Tobermory Distillery aber nicht mehr nur Whiskys, im Portfolio gibt es nun mittlerweile auch den Tobermory Gin, rund 200 Jahre nachdem die Produktion begann. Den darf ich heute für und mit euch testen. 

Bei der Herstellung ließ sich ein Team aus der Destille vor allem von der Umgebung Tobermorys inspirieren. Letzten Endes fanden so 13 verschiedene Botanicals ihren Weg in das Destillat, unter anderem Hebridentee, Holunderblüte und wildes Heidekraut. Beim Herstellungsprozess werden die Zutaten zunächst für mindestens 24h in Alkohol mazeriert, erst dann kommt es zur Redestillation. Das fertige Destillat hat einen Alkoholgehalt von rund 43%, eine Flasche mit 700 ml Inhalt kostet knapp 35 Euro. 

Wie riecht der Tobermory Gin?

Optisch ist die Flasche eigentlich eher schlicht, sie ist länglich, das Etikett auf der Vorderseite ist weiß mit schwarzer Schrifte. Die Flaschenform ist genau die gleiche wie bei den Whiskyflaschen aus dem Haus Tobermory. Auf der Innenseite des Etiketts auf der Rückseite befindet sich ein Abbild der bunten Häuser, für die Tobermory so bekannt ist, diese schimmert so durch die Flasche. Eine sehr hübsche Hommage an die Heimat des Gins, die der Flasche so das gewisse etwas gibt, zugleich aber nicht zu auffällig ist. Verschlossen ist das Getränk mit einem Holz-Plastik-Korken. Der obere Teil ist aus dunklem Holz, ein Umriss der Insel Mull ist zu sehen.

In der Nase ist der Gin in erster Linie floral, aber eher in eine frische, spritzige Richtung. Auch eine leichte Kräuternote ist erkennbar. Der Gin wirkt in der Nase außergewöhnlich ausgewogen. Man erkennt keine alkoholischen Noten nur schöne Aromen von den Botanicals, was von einer sehr guten Qualität zeugt, anders, als für einen Gin typisch, erkennt man zudem auch nur im Hintergrund, ganz dezent, den Wacholder. Sämtliche verwendete Botanicals sind perfekt aufeinander abgestimmt, sodass keines im Vordergrund steht und sich ein runder, gleichmäßiger Geschmack ergibt.

Wie schmeckt der Gin aus Schottland?

Im Nosing hat mich der Gin bereits überzeugt und die Messlatte liegt wirklich hoch. Ich bin gespannt, ob das schottische Destillat dieses Niveau halten kann und mich im Geschmack genauso überzeugt. Im Geschmack erkennt man zunächst eine feine Wacholdernote, ebenso die spritzige Frische sowie florale Züge, die auch schon in der Nase vorhanden waren. Schnell zeigt der Tobermory Gin dann aber, dass er im Geschmack weitaus intensiver ist als das Nosing zunächst vermuten lies. Es kommt ein pikantes, würziges Aroma hervor. Ich könnte mir vorstellen, dass hier bei der Herstellung vielleicht Wurzeln oder verschiedene Kräuter verwendet wurden. Im Abgang ist der Gin sogar noch etwas pikanter, fast schon ein wenig rauchig. Alles in allem ein sehr spannendes Geschmacksbild, welches im Geschmack eine wunderbare Brücke zwischen Wacholder und leicht rauchig angehauchtem Whisky schlägt.

Tastingzusammenfassung Tobermory Gin

Der Tobermory Gin entsteht in einer traditionsreichen Whisky Destille in Tobermory auf der schottischen Insel Mull. In der Nase ist das Destillat sehr rund und ausgeglichen, im Geschmack erkennt man zunächst den Wacholder sowie florale Noten, diese werden aber zunehmend pikanter. Im Abgang hat der Gin etwas leicht rauchig-pikantes, was fast ein wenig an Whisky erinnert. Ein sehr spannender Gin mit einem schönen und gut abgerundeten Geschmack. Ein echter Allrounder der nicht nur zu Tonic Water schmeckt.

  • Schottischer Gin
  • 13 verwendete Botanicals, unter anderem Hebridentee
  • Inspiriert von der Natur Mulls
  • Zunächst floral, im Abgang eher pikant

Tasting
Review Date
Reviewed Item
Tobermory Gin
Author Rating
51star1star1star1star1star

Ähnliche Artikel

Testbericht Tanqueray Flor de Sevilla Distilled Gin

GinMaster

Testbericht Woodland Sauerland Dry Gin

GinMaster

Testbericht Madame Geneva Gin

GinMaster

1 Kommentar

Testbericht Tobermory Gin - Libations Guild 1. November 2019 at 11:11

[…] Beitrag Testbericht Tobermory Gin erschien zuerst auf […]

Antworten

Hinterlasse ein Kommentar

zwei × 2 =