Destilliert im Himmel und abgefüllt auf der Erde?

Es ist Montag Abend, der Start in eine neue Woche ist geschafft. Wir hoffen natürlich, dass die Woche für jeden nur das Beste bringt und viel hängt häufig von der Macht der Gedanken ab, so zumindest erklärt sich der Grundgedanke des Gins, den ich heute teste. Dieser heißt Tears Dry Gin und die Hersteller erklären, dass er aus den Tränen Gottes besteht. Hergestellt wird das Destillat, indem Zwiebeln in den Himmel geschossen werden und anschließend Gottes Tränen aufgefangen werden – klingt irgendwie ein bisschen verrückt, aber zumindest optisch ist die Flasche ein echtes Highlight im Regal, aber hierzu später mehr.

Die Destillerie, die den Gin herstellt befindet sich im Süden Deutschlands, in Utzmemmingen, auf der Homepage des Herstellers erfährt man ledig, dass es sich um eine kleine Destille handelt. Vom Tears Dry Gin wurden auch nur 1000 Flaschen per Hand abgefüllt, versiegelt und beschriftet. Die 12 verwendeten Botanicals wurden luftgetrocknet, hierzu zählen Kakaoblätter, Zitronenmelisse, Kurkuma und Brombeerblätter, natürlich auch Wacholder. 500 ml der 42%igen Spirituose sind online für 39 Euro erhältlich.Hier geht es zur Homepage von Tears Dry Gin.

Wie riecht der Tears Dry Gin?

Wie schon anfangs erwähnt ist die Flasche optisch ein Highlight. Auf der Vorderseite sind die wichtigsten Daten geprägt sowie das dreieckige Symbol der Firma. Auf der Rückseite befindet sich ein Auge im Himmel, welches weint. Das Gemälde ist in gedeckten Lila-Tönen gehalten und schimmert durch das Destillat – ein echter Eye-Catcher.

Ich drehe den silbernen Schraubverschluss und gebe einen Schluck in ein Glas. Der Tears Dry Gin hat ein sehr intensives Aroma in der Nase, welches in sich zugleich sehr komplex und breit wirkt. Der Kopf des Gins ist fruchtig und ein wenig süßlich, geprägt vor allem von einer leichten Kakao-Note. Zugleich erkennt man hier eine angenehme Ingwer-Schärfe. Im Hintergrund erkennt man die Zitronenmelisse.

Wie schmeckt der Gin mit Gottes Tränen?

Kommen wir zum Tasting, klassisch, ohne Eis und Tonic Water. Zunächst fühlt sich der Gin am Gaumen spritzig und frisch an. In der Nase war die Zitronenmelisse erst zum Schluss erkennbar, am Gaumen erkennt man diese deutlich schneller. Durch das Zitrusaroma bekommt der Gin die eben erwähnten Nuancen. Darauf folgt eine ganz leichte, fruchtige Süße, die ebenfalls wieder von der Ingwerschärfe begleitet wird. Man schmeckt aber klar, dass der die Schärfe rein vom Ingwer das Destillat in sich strahlt keine Schärfe aus. Im Abgang ist der Gin würzig und wärmend, auch die leicht süßlichen Aromen kommen noch einmal zum tragen. Alles in allem ist der Gin im Geschmack ebenso komplex wie in er es in der Nase schon war, und dabei spielt er mit verschiedenen, sehr gegensätzlichen Aromen. Der Tears Dry Gin ist in unseren Augen kein klassischer Dry Gin sondern eher als New Western Dry Gin einzuordnen.

Zusammenfassung Tears Dry Gin

Der Tears Dry Gin ist ein spannender, sehr komplexer Gin. Geschmacklich erkennt man vor allem die Zitronenmelisse, leicht fruchtig süßliche Nuancen und eine angenehme Ingwerschärfe. Die Aromen spielen hervorragend zusammen, ein Gin, den man wunderbar pur trinken kann.

  • sehr komplexe Zusammensetzung verschiedener Aromen
  • 12 luftgetrocknete Botanicals
  • Deutscher Dry Gin
  • Small Batches mit jeweils 1000 Flaschen

Gin Streckbrief

Gin Name: Tears Dry Gin

Gin Sorte: Dry Gin

Gin Hersteller: TEARS – Faass Feigl Möhle GbR

Land: Deutschland

Farbe:

Alkoholgehalt: 42,00%

Homepage: https://www.drink-tears.com

Preis:

Hinweis:

Ginnatic ist seit dem Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Testbericht haben wir als Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen oder wir haben den Artikel selbst erworben. Etwaige Bewertungen werden von der kostenlosen Bereitstellung des Herstellers nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach persönlichem Ermessen.

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