Gin London Dry Gin

Testbericht Curzola 1298 Gin

Ein Gin mit Botanicals aus Dalmatien

Es ist warm, bzw. sogar heiß! Bei den Temperaturen kommt Urlaubsfeeling – und das hole ich mir hoffentlich mit meinem heutigen Testgin ins Glas. Der Curzola 1298 Gin ist zwar ein Deutscher Gin, die verwendeten Botanicals stammen abere aus Dalmatien.

Die Geschichte hinter dem Curzola 1298 Gin fast ein bisschen nach Action-Hollywood Film. 2 Freunde segelten von Dubrovnik Richtung Norden, wurden auf dem Meer dann aber von einem Unwetter überrascht, weshalb sie auf der Insel Lumbarda halt machten – eine Insel, die eigentlich hätte umsegelt werden sollen. Als das Unwetter am nächsten Morgen vorüber war erkundeten Tom und Emir die schöne Insel und die Altstadt der Stadt Korkula. In dieser Stadt ging bereits Marco Polo spazieren. Inspiriert von den Düften der Insel, Dankbar, das Unwetter unbeschadet überstanden zu haben und als Hommage an ihr Lieblingsgetränk Gin kreierten die beiden Segler den Curzola 1298. Diese Jahreszahl erinnert an die Seeschlacht aus dem Jahr, in dem sich die Flotten von Venedig und Genua gegenüberstanden.
Destilliert wird der Gin auf einem Holzfeuer mit wenig Druck, dadurch soll der Gin besonders weich werden – ich bin gespannt und werde es gleich testen.

Bevor ich mit dem Nosing beginne aber noch ein paar Fakten. Für 500ml des Gins zahlt man rund 40€. Verwendet werden bei der Herstellung 12 verschiedene Botanicals, wie bereits erwähnt stammen diese aus Dalmatien. Dazu zählen Wacholder, Rosenblatt, Lavendelblüte, Orange, Melisse, Minze, Koriandersaat und Pfeffer. Bei dem Gin handelt es sich um einen Reserve Gin / London Dry Gin.

Wie riecht der Curzola Gin?

Der Gin befindet sich in einer dunkelgrünen Flasche – und diese Farbe wurde ganz bewusst gewählt, denn so soll der Inhalt bestmöglich vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Auf der Rückseite der Flasche befindet sich aufgedruckt ein Schiff, welches von einem Kranken in die Tiefe gerissen wird. Die Tentakeln des Tieres greifen dabei um die ganze Flasche.

In der Nase ist der Gin sehr angenehm, dezent und wirkt dabei komplex. Man erkennt in erster Linie eine feine Wacholdernote, sowie feine Würz- und Zitrusaromen. Auch Lavendel und Orange erkennt man – alles aber nur sehr dezent, was den Gin in der Nase spannend machen. Die Aromen scheinen förmlich ineinander zu verschmelzen.

Wie schmeckt der Gin aus Dalmatien?

Jetzt kommt es zum Geschmackstest! Ich bin gespannt und teste wie gewohnt pur. Die Hersteller selbst empfehlen übrigens, den Gin pur zu trinken. Zu Beginn erkennt man eine angenehm leichte, cremige Süße sowie Wacholder und Orange. Der Gin wirkt zunächst eher feminin. Nach kurzer Zeit beginnt das Destillat am Gaumen würziger und leicht scharf zu werden, schnell erkennt man eine angenehm pfeffrige Note. Diese ist auch noch im Abgang zu erkennen und lässt anschließend ein warmes, würziges Gefühl im Mund zurück. Durch die Angelikawurzeln bekommt der Gin außerdem ein leicht erdiges Aroma. Zu Beginn wirkte der Gin eher feminin und sanft, nach einigen Augenblicken entfaltet dieser dann aber seine komplexe Geschmackskomposition. Wenn ich an die Entstehungsgeschichte denke ergibt sich vor meinen Augen das Bild einer ruhigen See, die plötzlich aufbrausend ist. Ein Gin der echt Spaß macht!

Tastingzusammenfassung Curzola 1298 Gin

In der Nase ist der Gin sehr fein und angenehm mild. Im Geschmack erkennt man zunächst süßliche Aromen, welche sich aber schon bald zu einer intensiven und komplexen Geschmacksexplosion entwickeln – ein Gin, der zu Schade ist, um ihn mit Tonic oder in einem Cocktail zu trinken!

  • Gin aus Dalmatien aus 12 Botanicals
  • Laut Hersteller am besten pur zu Genießen
  • Zunächst feminin und süßlich, nach wenigen Augenblicken aber komplex und vielfältig im Geschmack

Tasting
Review Date
Reviewed Item
Curzola 1298 Gin
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ᐅ Testbericht Curzola 1298 Gin Barrel Aged | Ginnatic - dein Gin Blog 2. August 2019 at 14:26

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