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Genever

Genever oder auch Jenever ist der niederländische Vorläufer der Gins, wie er heute bekannt ist. Der Name leitet sich ab vom französischen „genévrier“ oder „genièvre“ bzw. vom niederländischen „jeneverbas“ und bedeutet übersetzt Wacholder.

Zum ersten Mal hergestellt wurde Genever wahrscheinlich schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts, obwohl die offizielle Entdeckung erst auf Mitte des 17. Jahrhunderts datiert wird. Die Herstellung dieses Gin-Typs erfolgt noch heute nach einem sehr traditionellen, alten Rezept. Überwiegend erfolgt die Herstellung des Alkohols aus Gersten- und Roggenmalz.

Aromatisiert wird die Spirituose dann mittels Destillation. Natürlich verwendet man dazu in erster Linie mit Wacholder, beliebte Botanicals sind aber beispiellsweise Kümmel, Anis und Koriander, welche ebenfalls von den herstellenden Unternehmen hinzugefügt werden. Ursprünglich wollte man durch die Beigabe der Gewürze vor allem den Fuselgeschmack des meist recht billig hergestellten Alkohols überdecken.

Genever selbst kommt immer aus Holland, in manchen Fällen mittlerweile auch aus Belgien oder sogar Deutschland und hat 35% Alkoholgehalt. Gelagert wird die Spirituose stilecht in Holzfässern.

Echte Kenner unterscheiden zwischen altem und jungem Genever. Der alte, bzw. „oude“ Jenever steht für eine alte, sehr traditionelle Herstellungsmethode. Die Spirituose zeichnet sich zudem durch eine sehr ausgeprägte Malznote aus. Der junge, oder auch „jonge“ Genever hingegen ist ein klarer Kornbranntwein, der dafür ein leichtes Wacholderaroma aufweist.

Unter all den Gin-Typen ist Genever sozusagen die Mutter oder auch der Vorläufer der heute so beliebten Spirituose. Sie wird seit Jahrhunderten hergestellt und ist dennoch immer noch so beliebt, egal welche Variante man bei diesem Typ Gin trinkt.